Hier finden Sie die Liste der Zuchtwartberichte

 

Jahresbericht 2020 der Zuchtwartin

Ein weiteres Jahr, welches unter besonderen «Sternen» stand, ist vorbei.

Als erstes möchte ich die Zuchtstatistik auflisten. Die dazugehörigen Tabellen sind im Anhang beigelegt.

Die Anzahl der Würfe sind im Vergleich zu den letzten Jahren praktisch unverändert geblieben. Ein leichter Anstieg der Anzahl Welpen, sprich Wurfgrösse ist zu verzeichnen. Es wurden 37 Hündinnen gedeckt. Dies sind 3 mehr als im Vorjahr. 5 Hündinnen blieben leer. Im Vorjahr waren es 6. 4 Würfe fallen in die Statistik vom 2021, da die Welpen erst nach dem 31.12.2020 geboren werden. Im Jahr 2020 fielen 28 Würfe. Es wurden 143 Welpen geboren und 117 aufgezogen. Im Vorjahr wurden 116 Welpen geboren und 94 aufgezogen. Das entspricht 2020 einer Sterblichkeitsrate von 18.18% (im Vorjahr 19%). Es wurden 15 unterschiedliche Rüden eingesetzt. Die Kaiserschnittrate ist nach wie vor hoch. 2020 konnten wir nur zwei natürliche Geburten verzeichnen.

Es wurden 12 Zuchtstättenkontrollen durchgeführt. Vorkontrollen fanden zum einen in der Zuchtstätte «Ednadreams» von Rudolf Züger, sowie in der Zuchtstätte «SwissBowWow» bei Elena Roos statt. Beide Zuchtstätten erfüllen die Anforderungen des Zuchtreglements ohne Beanstandungen. Eine zusätzliche Vorkontrolle wurde nach einem Umzug gemacht. Nach einer weiteren Nachkontrolle konnte auch dort das o.k. gegeben werden.

Drei Züchter sind nicht mehr Mitglied im SKFB und stehen deshalb nicht mehr auf unserer Züchterliste. Es sind dies die Zuchtstätten «King of Heaven»/ Barbara Hatoum, «Angel of big Joy»/ Regula Schweizer und «Dreamlike Bulldogs»/ Sandra Strebel.

Leider mussten wir ein Sanktionsverfahren einleiten. In einer SKFB Zuchtstätte ist zum wiederholten Mal ein Mischlingswurf gefallen. Die SKG / AKZVT hat den Antrag angenommen und die schuldige Züchterin gebüsst.

Das Einreichen der Deck- und Wurfmeldung funktioniert in der Zwischenzeit recht gut. Beim Nachweis der besuchten Weiterbildungen, stellt sich immer öfter die Frage, wie man das erfüllen kann, da wegen Corona keine physischen Weiterbildungen besucht werden können. Leider konnten wir im Herbst keine zusätzliche Züchter-tagung durchführen. Es werden selbstverständlich auch Weiterbildungen von anderen Anbietern akzeptiert. In der momentan eher schwierigen Situation gibt es auch Online Weiterbildungskurse, welche besucht werden können. Es sollte also auch trotz Einschränkungen durch Corona möglich sein, innert 2 Jahren eine Weiterbildung zu besuchen. Grösstenteils wurde dies auch korrekt eingehalten.

Zuchttauglichkeitsprüfung (ZTP):
Auch dieses Jahr fanden zwei ZTP’s statt. Die eine vom Frühling in Itingen musste verschoben werden. Es war ein «Kraftakt» unter diesen Bedingungen eine ZTP auf die Beine zu stellen. Mussten wir doch mit grosser Hitze rechnen und dem-entsprechend ein geeignetes Areal mit Schattenmöglichkeiten finden. Viele Betreiben von Hundeplätzen konnten uns vorgängig keine Zusage machen oder reagierten sehr lange nicht auf unsere Anfrage. Schlussendlich klappte doch noch alles. Für die Jahreszeit hatten wir bei gerade mal 13 Grad recht kühles Wetter.

Die zweite ZTP konnte am 18. Oktober wie geplant wieder in Itingen / BL durch-geführt werden. Diese Zuchttauglichkeitsprüfung wurde durch die Frauen Oeschger und Fitzi vom Schweizer Tierschutz (STS) besucht. Sie wollten sich ein Bild über den Ablauf unserer ZTP machen. Ebenfalls waren sie interessiert am äusseren Erscheinungsbild unserer zukünftigen Zuchthunde, sowie dem Umgang der Halter mit ihren Hunden. Ihr Protokoll ist sehr objektiv verfasst und kann später auf unserer Homepage im Mitgliederbereich eingesehen werden. Die SKG war durch Frau Barbara Müller und Frau Yvonne Jaussi ebenfalls vertreten.

Die Masterarbeit von Lea Käppeler zum Thema Veränderungen Rücken der französischen Bulldogen ist beendet. Sie ist auf der HP vom SKFB veröffentlicht. Frau Käppeler hat in ihrer Arbeit zwei mögliche Graduierungssysteme geprüft. Was sich klar zeigt ist, dass der Kyphosewinkel (Grad der Krümmung gegen oben) eine grosse und wichtige Rolle spielt. Dies wird im Scoring der Gradeinteilung be-rücksichtigt. Ein Rücken mit vielen Veränderungen und einem kleinen Kyphosewinkel kann durchaus eine bessere Gradeinteilung erlangen, als ein Hund mit weniger Wirbelveränderungen und einem grossen Kyphosewinkel.

Wir müssen in der Gesundheit unbedingt einen Schritt weiterkommen. Wir sollten dem Schweizer Tierschutz einen Schritt voraus sein, um nicht von dessen Seite her gesteuert zu werden. Deshalb muss eine Gradeinteilung, welche nachvollziehbar ist, erarbeitet werden. Dabei darf jedoch nicht zu viel genetische Vielfalt verloren gehen.

Die erste Stufe der Pilotstudie von Frau Prof. Dr. I. Reichler ist beendet. Diese Studie hat das Ziel, mittels einer einfachen Blutanalyse den Langzeitwert des Sauerstoffgehaltes bei den brachycephalen Hunden bestimmen zu können. Anhand vom Resultat könnte aufgezeigt werden, ob der untersuchte Hund in den letzten Tagen an Atemproblemen, sprich Sauerstoffmangel litt. Das Zwischenresultat ist jedoch noch geheim und darf leider nicht veröffentlich werden. Wir stehen mit Frau Reichler weiter in Kontakt. Der nächste Schritt in ihrem Projekt ist die Bestimmung von Atmungsparametern mittels Ganzkörperplethysmographie. Das ist eine Plexiglasboxe, in welcher die Atmung und der Gasaustausch gemessen werden. Dazu benötigt sie mehrere Französische Bulldoggen. Es müssen keine Zuchthunde sein und die Auswertung erfolgt anonym. Das Projekt sollte eigentlich im Januar 2021 beginnen. Über den genaueren Ablauf werden wir auf unserer Homepage informieren.

Wie sollte die Zukunft unserer geliebten Bullys aussehen?
Unsere Rasse steht unter grossem Druck in der Öffentlichkeit. Die Tierschützer wollen die brachycephalen Rassen verbieten. Wir sollten unsere Hunde nicht immer verteidigen, sondern sollten aufzeigen können, dass unsere Hunde gesund sind. Deshalb ist es wichtig, dass jeder Züchter sich betreffend der Gesundheit einsetzt.

Wir wollen für unsere tollen Bullys eine «gesunde» Zukunft!

Rückblickend war es wieder ein intensives Jahr. Viel Zeit habe ich in mein Amt gesteckt, oftmals nicht sichtbar für andere. Auch nicht immer zur Zufriedenheit aller, aber zum Glück vieler. Anlässe wie z.B. Treffen und Züchtertagung wurden organisiert und konnten nicht durchgeführt werden. Es ging uns wie ganz vielen anderen Vereinen auch… Corona liess einiges einfach nicht zu. Wir hoffen und wünschen uns alle, dass das Jahr 2021 solche Anlässe wieder zulässt.

Danken möchte ich dem Vorstand für das Vertrauen und dessen Unterstützung.
Ein Dankeschön gilt auch an die Organisatoren, die ein Treffen zur Wanderung oder eine Züchtertagung organisiert haben.

Ich hoffe im kommenden Jahr wieder auf Treffen und eine grosse Teilnahme der Mitglieder an unseren Anlässen wie Bully Picknick, Ausstellungen, Züchtertagung und Samichlaus. Ich freue mich darauf.

Ich wünsche allen ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Bullyjahr.

Andrea Klaus
Zuchtwartin,
Niederdorf, 09. Januar 2021

 

 

 

 

 

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